Mit Frischkornbrei zur Vollwertkost

Viele Menschen essen am Morgen gerne ein Müsli oder Porridge. Was eine Großzahl der Menschen aber nicht weiß ist, dass in den meisten Fertigmüslis sehr viel Zucker, Fette und nicht genügend Nährstoffe vorhanden sind. Außerdem werden Haferflocken, selbst in Bio-Qualität, zur Haltbarmachung über mehrere Stunden erhitzt. Durch diesen Erhitzungsprozess wird der Nährstoffgehalt verringert und die wichtigen Vitamine und aktiven Enzyme gehen verloren.

Eine gesündere und vor allem bessere Alternative zum Fertigmüsli bietet daher der Frischkornbrei. Dieser zählt zu dem Typ der Vollwertkosternährung. Doch was bedeutet Vollwertkost überhaupt?

Frischkornbrei ist Vollwertkost

Die Vollwertkost wurde von Max-Otto Bruker geprägt und stellt im Allgemeinen einen Ernährungsvorschlag dar, welcher vorzieht die Lebensmittel in ihrem natürlichen Ursprung weitestgehend unbehandelt zu lassen. In der Ernährung sollte man insbesondere auf industriell gefertigte Lebensmittel verzichten, die raffinierten Zucker, Fette und ungesunde Öle enthalten.

Im Vordergrund steht bei Dr. Brukers Empfehlung hingegen eine überwiegend gesunde, ausgewogene Ernährung, bestehend aus unbehandeltem Getreide, frischem Obst, Gemüse und natürlichen Fetten. Ergänzend dazu gibt es die drei Grundsätze der Vollwertkosternährung.

1. Grundsatz

Es wird besonderen Wert daraufgelegt, dass die Lebensmittel frisch und weitestgehend unbehandelt sind. Nur so kann garantiert werden, dass alle wichtigen Nährstoffe, Mineralien und Vitamine beim Verzehr noch vorhanden sind.

2. Grundsatz

Neben den frischen Lebensmittel wird auch darauf geachtet, nur saisonales und regionales Obst und Gemüse zu essen. Zum einem wird die Klimabilanz durch die kürzeren Transportwege weniger belastet und zum anderen verfolgt die Produktion regionaler Lebensmittel nachhaltige Kriterien, welche für die Konsumenten ebenso wichtig sind.

3. Grundsatz

Durch die Vollwertkosternährung wird der regionale Handel zunehmend gestärkt und kann somit auch den fairen Handel mit Entwicklungsländern ausbauen. 

Eine sehr gute Anwendungsmöglichkeit für die Vollwertkosternährung bietet daher der Frischkornbrei. Das Frühstück zählt nicht ohne Grund als wichtigste Mahlzeit des Tages, denn es bildet die Grundlage für unseren Tag. Der wesentliche und größte Unterschied von Frischkornbrei zu Fertigmüsli liegt an der Zubereitung des Hafers.

Dinkel

Der Hafer macht den Unterschied

Wie schon erwähnt enthalten industriell hergestellte Haferflocken nicht annährend so viele Nährstoffe, wie es beim Frischkornbrei mit frisch geflocktem Hafer der Fall ist. Beim Frischkornbrei hingegen sind alle wichtigen Nährstoffe und Vitamine noch vorhanden. Bei der Zubereitung des Breis werden ausschließlich unbehandelte Getreidesorten verwendet, welche am Vorabend mit einer Kornquetsche frisch geflockt und über Nacht mit Leitungswasser quellen gelassen werden. Der entscheidende Vorteil hierbei ist, dass durch das Quellverfahren zusätzliche Spaltungsprozesse in Gang gesetzt werden und sich weitere wertvolle Nährstoffe bilden. Antinährstoffe wie die Phytinsäure werden durch das Enzym Phytase über Nacht abgebaut. Anderenfalls hemmt die Phytinsäure die Aufnahme von Mineralstoffen wie Magnesium, Eisen, Zink und Kalzium im Körper. Das Enzym Phytase ist hitzeempfindlich und daher nur in frisch geflockten Haferflocken noch enthalten und aktiv. In industriellen Haferflocken hingegen wird die Phytase durch die Erhitzung zerstört. Das Einweichen der Flocken über Nacht wäre somit sinnlos und es lässt sich kein Frischkornbrei im eigentlichen Sinne dadurch herstellen.

Zum Flocken des Getreides kann übrigens nicht nur Hafer verwendet werden. Es bietet sich an, auch unterschiedliche Getreidesorten zu mischen, beispielsweise mit Dinkel oder dem Pseudo-Getreide Buchweizen. Nichtsdestotrotz sollte Hafer als Haupt- und Grundgetreidesorte genutzt werden, aufgrund seiner aktiven Enzyme, Ballaststoffe und Vitamine. Darüber hinaus verfügt er zusätzlich über komplexe Kohlenhydraten und Fettsäuren.

Frisch geflockter und über Nacht eingeweichter Hafer ist also ein absolutes Superfood für jeden Morgen!

Frischkornbrei mit Obst

Frischkornbrei in vielen Variationen

Um das Frischkorngericht dann noch ausgewogener zu gestalten, empfiehlt sich die Hinzugabe von Saaten wie z.B. Leinsamen oder Sonnenblumenkerne, denn diese steuern wichtige Omega-3-Fettsäuren dazu. Je nach Belieben kann der Brei noch individuell mit frischem Obst oder anderen Toppings verziert werden. Somit ist ganz leicht und schnell eine gute Grundlage für ein ausgewogenes und gesundes Frühstück am Morgen geschaffen.

Wie die Zubereitung eines Frischkornbreis gelingt, erfahrt ihr in unserem Frischkornbrei-Rezept. Natürlich kann das Rezept auch mit anderen Getreidesorten zubereitet und individuell angepasst werden. Außerdem bieten sich andere Getreidesorten an, um etwas mehr Abwechslung in den Tag und in dein Frühstück zu bringen. So wird es nämlich nie langweilig.

Beliebte Produkte um Hafer selber zu quetschen